Die Hochschule für angewandte Kunst Condé in Nizza hat uns eingeladen, einen Tufting-Workshop zum Thema „Gewebe und Zweckentfremdung“ zu veranstalten. Drei Tage lang erkundeten 19 Studentinnen und Studenten diese textile Technik bei einer einzigartigen kreativen Herausforderung: Sie eigneten sich einen Alltagsgegenstand an und erfanden ihn mithilfe der Tufting-Pistole neu.
Tag 1: Entdecken und Gestalten


Der erste Tag war einer Einführung ins Tufting gewidmet: Geschichte, Techniken und künstlerisches Potenzial. Die Studierenden bildeten fünf Gruppen und wählten einen mitgebrachten oder vor Ort gefundenen Gegenstand aus, den sie zweckentfremden wollten. Moodboards, Zeichnungen und Skizzen dienten anschließend dazu, mögliche Wechselwirkungen zwischen dem Gegenstand und dem Tufting zu erkunden. Wie lässt sich seine Funktion verändern? Wie kann man mit Texturen spielen?
Diese Fragen gaben der Entwicklung der Konzepte Orientierung und legten den Grundstein für die Projekte.
Tag 2: Erste Versuche und Tufting


Der Einstieg in die Praxis begann mit dem Aufbau der Rahmen und dem Aufspannen des Stoffs. Nach einer Einführung in die Sicherheitsregeln und die Handhabung der Tufting-Pistole begann jede Gruppe mit dem Experimentieren: Motive auf den Stoff übertragen, die ersten Formen tuften, Anpassungen vornehmen und Texturen ausprobieren.
Jeder Schritt war ein Experiment mit Garnmischungen, Überlagerungen und unterschiedlichen Florhöhen.
Tag 3: Feinarbeiten und Montage

Der letzte Tag war den Feinarbeiten und der Montage gewidmet. Wir stellten verschiedene Techniken vor, mit denen sich die Stücke je nach Verwendungszweck fertigstellen lassen:
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Konturen mit einem Teppichschneider ausarbeiten
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Montage auf verschiedenen Untergründen (Pappe, Holz, Textilien)
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Strukturen befestigen und verstärken
Zum Abschluss stellte jede Gruppe ihr Projekt vor und berichtete von ihren Herausforderungen und Entdeckungen.
Einzigartige und mutige Kreationen
Nach drei intensiven Arbeitstagen waren die Ergebnisse beeindruckend: eine getuftete Tasche, ein neu gestalteter Lampenschirm, ein verwandelter Hocker, ein texturiertes Buch und eine getuftete Ukulele.



Jeder Gegenstand bringt eine Auseinandersetzung mit dem Tufting und der Verwandlung von Alltagsgegenständen zum Ausdruck. Manche sind funktional, andere skulptural, doch alle zeigen eine neuartige künstlerische Erkundung.
Und du, welchen Gegenstand würdest du gerne tuften?

Dieser Workshop hat gezeigt, wie vielseitig und zugänglich das Tufting ist – eine perfekte Technik zum Experimentieren und um die eigene Umgebung neu zu gestalten. Leg auch du los! Welchen Gegenstand würdest du gerne mit Tufting verwandeln? Verrate es uns in den Kommentaren!
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